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Was ein schwächerer Dollar für die asiatischen Märkte bedeutet


Asien sollte nach unserem Ermessen zum Hotspot für Aktieninvestoren avancieren. Seit Jahresbeginn ist es nun an den Märkten hingegen signifikant bergab gegangen. An der fundamentalen Lage hat dies jedoch nichts geändert: Ein schwacher Dollar, eine starke chinesische Wirtschaft und eine global anziehende Konjunktur sorgen auch weiterhin für ein positives Investmentumfeld. 

Natürlich waren auch asiatische Aktien von der Korrektur des S&P und der gestiegenen Volatilität betroffen, wenngleich der Renditeanstieg der Staatsanleihen sie kaum beeindruckte. Solange der US-Dollar nicht aufwertet, wie das zwischen 2011 und 2016 der Fall war, sollte die Wirkung grundsätzlich eine positive sein. Denn in einer solchen Situation verringert sich der Druck, durch Zinserhöhungen die eigenen Währungen zu stützen, und in US-Dollar bewertete Schulden sind leichter zu bedienen, während mehr ausländisches Kapital in die asiatischen Länder fließen kann. Es bleibt jedoch die Frage, warum angesichts eines robusten Wachstums, erhöhter Inflationserwartungen und steigender Zinsen in den USA der US-Dollar schwächelt. Dies muss jedoch nicht so bleiben. Was dann?

Die folgende Grafik zeigt, in welchem Ausmaß verschiedene asiatische Märkte unserer Meinung nach von der Bewegung der amerikanischen Währung abhängig sind.* Je höher der Wert, desto sensibler reagieren die betrachteten Märkte. Die Ergebnisse erscheinen mitunter überraschend. Etwa mit Blick auf Korea, das von vielen Beobachtern ähnlich wie Japan eher als Export-Nation wahrgenommen wird. Allerdings ist die Korrelation zwischen der lokalen Währung und dem MSCI Korea Index positiv, was bedeutet, dass die Aktienmärkte sich mit einem starken südkoreanischen Won besser entwickeln. Insofern unterscheidet sich Korea tatsächlich von Japan, wo sich das Verhältnis von Yen und MSCI Japan anders darstellt. 


Asiatische Märkte: Marktperspektiven und Währungskorrelationen 

Asien außer Japan

Die asiatischen Märkte haben auf die Korrektur des S&P und die erhöhte Volatilität reagiert. Solange jedoch der Dollar nicht stärker wird, sollte sich die Kombination aus sich verbessernden Fundamentaldaten, moderaten Bewertungen und einer nach wie vor ordentlichen Liquidität weiterhin positiv auswirken. Mit Chinas Wirtschaft dürfte es künftig zwar etwas langsamer vorangehen. Angesichts einer insgesamt stabilen Währung und eines robusten Wachstums gilt das Reich der Mitte aber immer noch als Treiber für die wirtschaftliche Entwicklung der gesamten Region. Interessant erscheinen uns konsumorientierte Sektoren sowie einzelne Länder.

Japan

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Ungeachtet der jüngsten Kursrücksetzer bleibt unsere positive Sicht auf Japan bestehen. Dafür sprechen ein starkes Wachstum, ordentliche Unternehmensgewinne sowie die Tatsache, dass die japanische Notenbank entgegen dem Kurs der anderen großen Notenbanken an einer Normalisierung der Geldpolitik gegenwärtig wenig Interesse zeigt. Zudem erscheint die Bewertungssituation nach der Korrektur ansprechend. Unser Fokus liegt auf Sektoren der Binnenwirtschaft, wobei wir Finanztitel ausschließen.

China

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Vor dem Hintergrund eines nur geringfügig schwächeren Wachstums und einer allgemein positiven Beurteilung der Reformen konnten chinesische Aktien zuletzt von weiterhin robusten Mittelzuflüssen profitieren. Allerdings mahnt uns der Blick auf die Bewertungen –insbesondere im Bereich der Wachstumsaktien – zur Vorsicht. Wir gewichten chinesische Aktien daher neutral und erwarten nicht, dass China breiter aufgestellte Indizes in diesem Jahr übertreffen sollte.

Korea

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Innerhalb des AXJ (Asien außer Japan) halten wir vor allem Korea für attraktiv. Das Gewinnwachstum steigt, und die sich andeutenden Verbesserungen auf Regierungsebene haben eine Neubewertung des Marktes angestoßen. Mit Blick auf die Spannungen mit Nordkorea hat sich die Risikoeinschätzung einstweilen wieder etwas entschärft.

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Indien

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Im Zusammenhang mit der Zahlungsmittelreform (Demonitisierung) und der Reform des Umsatzsteuersystems haben die Unternehmensgewinne zuletzt eine Pause eingelegt. Das Konsumwachstum nimmt wieder an Fahrt auf, ebenso wie Umsatzvolumina. Und obwohl der Reformfortschritt nicht unterschätzt werden sollte, glauben wir nicht daran, dass der indische Aktienmarkt seine Outperformancequalitäten so schnell wiedererlangen sollte. Wir bleiben taktisch untergewichtet.

Thailand

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Das Wachstum ist in Schwung gekommen, und vor allem mit Blick auf den binnenwirtschaftlichen Teil der Wirtschaft ist eine Belebung bei den Unternehmensgewinnen zu beobachten. Insbesondere die Finanzwirtschaft sollte davon profitieren. Berücksichtigt man nun noch den verbesserten Leistungsbilanzüberschuss, so wird deutlich, warum wir auf thailändische Aktien setzen.

Indonesien

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Trotz einiger Hoffnungszeichen zum Ende des vergangenen Jahres verlief das indonesische Wachstum bisher enttäuschend. Der heimische Konsum sowie das Kreditwachstum bleiben schwach. Im Großen und Ganzen entsprach das Gewinnwachstum den Erwartungen der Analysten. Zwar hat die Regierung Reformen in Aussicht gestellt. Deren Umsetzung erscheint allerdings herausfordernd.

ASEAN – Malaysia

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Während sich Wachstum und Gewinnaussichten verbessern, dürfte sich die politische Lage nach den bevorstehenden Wahlen in Thailand und Malaysia etwas weniger unsicher darstellen. Die Binnenwirtschaft bietet gute Chancen.

Fazit:  Für Anleger gehört Asien nach wie vor zur Tagesordnung. Allerdings sind die entsprechenden Märkte nicht homogen, sondern unterschiedlichen politischen Risiken, ökonomischen Bedingungen und Besonderheiten ausgesetzt. Dies macht die Suche nach den richtigen Gelegenheiten zur Herausforderung. Sobald sich der Pulverdampf der letzten Korrektur verzogen hat, dürften einige Bewertungen wieder interessant erscheinen. Allerdings ist Vorsicht geboten. Denn die Märkte sind unterschiedlich teuer, unterschiedlich stark in US-Dollar verschuldet, und weisen eine unterschiedliche Abhängigkeit von Währungsschwankungen auf.

*Quelle: Lyxor & SG Equity Strategy, Bloomberg. 15. Februar 2018. Historische Performance stellt keinen Anhaltspunkt für künftige Entwicklungen dar. Die Daten berücksichtigen über einen 10-Jahreszeitraum die monatliche Korrelation von MSCI Indizes gegenüber den einzelnen Märkten bis Ende Januar 2018.

Video: Wachstumsregion Asien​


​Für weitere Analysen zu Asien und den 5 Investmentthemen des Jahres 
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Risikohinweise

Als Investor sollten Sie die Risiken berücksichtigen, denen Sie mit einer Anlage in ETFs ausgesetzt sind. Eine Beschreibung dieser Risiken finden Sie hier, im Verkaufsprospekt oder auf www.lyxoretf.de.

Kapitalrisiko: Da ETFs einen Index abbilden, ähnelt auch ihr Risiko einer direkten Anlage im zugrundeliegenden Index. Im Fall einer negativen Wertentwicklung des Index erhalten Anleger den ursprünglich investierten Betrag unter Umständen nicht zurück.

Abbildungs- oder Replikationsrisiko: Es ist möglich, dass ein ETF seine Anlageziele aufgrund unerwarteter Ereignisse an den zugrunde liegenden Märkten nicht erreicht, sofern diese Ereignisse eine Indexberechnung und effiziente Abbildung beeinträchtigen.

Mit dem Basiswert verbundene Risiken: Der einem ETF zugrunde liegende Index kann komplex sein und starken Wertschwankungen aufweisen (Volatilität). Bei einer Anlage in Rohstoffen steht der zugrunde liegende Index möglicherweise in Beziehung zu Rohstoff-Futures-Kontrakten, durch die Anleger einem Liquiditäts- und Kostenrisiko (etwa Lager-, Fracht- und Transportkosten) ausgesetzt sein könnten. ETFs, die ein Engagement in Schwellenländern (Emerging Markets) verkörpern, beinhalten deren vielfältige und typische Risiken, wie etwa politische Risiken, und können daher größere Verlustrisiken aufweisen als Anlagen in Industrieländern (Developed Markets).

Wechselkursrisiko: ETFs unterliegen immer dann einem Wechselkursrisiko, wenn der ETF auf eine andere Währung lautet als die des zugrunde liegenden abgebildeten Index. Die Schwankungen des Wechselkurses der Währungen können die Rendite der Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen.

Liquiditätsrisiko: Die Société Générale und weitere zugelassene Market Maker stellen an den Börsen Geld-Brief-Kurse, um einen liquiden Handel von Lyxor ETFs zu gewährleisten. Die Liquidität eines ETFs kann in Folge einer Marktstörung, die Bestandteile des zugrunde liegenden Index betrifft, beeinträchtigt werden. Ferner können Marktunterbrechungen an den Börsen der ETF-Notierung oder Systemausfälle in den Handelssystemen der Société Générale oder der Market Maker oder andere außergewöhnliche Handelssituationen und -ereignisse die Liquidität einschränken.

DIESER ARTIKEL RICHTET SICH AUSSCHLIESSLICH AN PROFESSIONELLE INVESTORE

Dieser Artikel ist für die ausschließliche Verwendung durch Anleger bestimmt, die auf eigene Rechnung handeln und gemäß der Richtlinie 2004/39/EG über Märkte für Finanzinstrumente entweder als „geeignete Gegenparteien“ oder als „professionelle Kunden“ eingestuft sind. Es ist nicht für Privatanleger bestimmt. In der Schweiz ist es ausschließlich für qualifizierte Anleger bestimmt.

Kunden sollten prüfen, ob jegliche in diesem Research-Dokument enthaltene Beratung oder Empfehlung zu ihren persönlichen Umständen passt, und ggf. professionelle Beratung, einschließlich steuerliche Beratung, in Anspruch nehmen. Unsere Verkaufsmitarbeiter, Händler und andere Fachleute geben gegenüber unseren Kunden und eigenen Handelsabteilungen möglicherweise mündliche oder schriftliche Marktkommentare ab, die den Meinungen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen, zuwiderlaufen. Unser Bereich Vermögensverwaltung, die eigenen Handelsabteilungen und investierende Unternehmen treffen möglicherweise Anlageentscheidungen, die im Widerspruch zu den Empfehlungen oder Meinungen stehen, die in diesem Research-Dokument zum Ausdruck kommen.Das Material spiegelt die Ansichten und Meinungen der jeweiligen Autoren zum jeweiligen Zeitpunkt wider und stellt in keiner Weise eine offizielle Stellungnahme oder Beratung durch die Autoren bzw. durch Lyxor International Asset Management dar. Daher können Lyxor International Asset Management, seine Führungskräfte oder Angestellten keine Verantwortung übernehmen. Dieses Research-Dokument stellt weder ein Verkaufsangebot noch eine Aufforderung zur Abgabe eines Kaufangebots für jegliche Wertpapiere in Rechtsgebieten dar, in denen solche Angebote oder Aufforderungen gegen das Gesetz verstoßen würden. Es stellt keine persönliche Empfehlung dar und berücksichtigt nicht die individuellen Anlageziele, die finanzielle Situation und die Anforderungen einzelner Kunden.

Zulassungen: Lyxor International Asset Management (Lyxor AM) ist eine französische Anlageverwaltungsgesellschaft, die von der Autorité des Marchés Financiers zugelassen ist und den Bestimmungen der EU-Richtlinien für OGAW (2009/65/EG) und AIFM (2011/61/EU) unterliegt.

Interessenkonflikte

Dieses Research-Dokument enthält die Einschätzungen, Meinungen und Empfehlungen von Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor International Asset Management („LIAM“) aus den Bereichen Cross Asset und ETF. Sofern dieses Dokument Anlageideen enthält, die auf Makro-Einschätzungen der wirtschaftlichen Marktbedingungen oder dem relativen Wert beruhen, können diese von den grundsätzlichen Meinungen von Cross Asset und ETF Research und Empfehlungen in Sektor- oder Unternehmens-Research-Berichten von Cross Asset und ETF Research sowie von den Einschätzungen und Meinungen anderer Abteilungen von LIAM oder ihren Tochtergesellschaften abweichen. Die Research-Analysten und/oder Strategen von Lyxor Cross Asset und Lyxor ETF konsultieren regelmäßig LIAM-Mitarbeitende aus dem Vertrieb und der Portfolioverwaltung in Bezug auf Marktinformationen, darunter Marktkurse, Spreads und Handelsaktivität von ETFs, die Aktien-, Anleihe- und Rohstoffindizes nachbilden. Die Handelsabteilungen können oder konnten in der Vergangenheit Transaktionen grundsätzlich auf Basis der Einschätzungen und Berichte der Research-Analysten durchführen. Lyxor verfügt über verbindliche Research-Richtlinien und -Verfahren, die angemessen (i) sicherstellen sollen, dass in Research-Berichten angegebene Fakten auf zuverlässigen Informationen beruhen, und (ii) verhindern sollen, dass Research-Berichte unangemessen selektiv oder in unangemessener Staffelung veröffentlicht werden. Zudem hängt die Vergütung der Research-Analysten zum Teil von der Qualität und Genauigkeit ihrer Analysen ab, vom Kundenfeedback und von Wettbewerbsfaktoren sowie von den Gesamterlösen von LIAM, einschließlich Erlösen aus Anlageverwaltungsgebühren, Anlageberatungsgebühren und Vertriebsgebühren.​

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